Seltener Silber, teilweise vergoldeter Humpen

Objektnummer: #107

Königsberg ca. 1689/90 (Lit W.Scheffler No 56)
Meister: Peter Andreas Händel, Meister 1671
(Lit: W. Scheffler “Goldschmiede Ostpreussen Nr 259, Czihak Seite 49)

Höhe: 12 cm, Gewicht ca: 445 gr.

Detaillierte Informationen

Über dem profilierten Fuß mit schmalem Wulst erhebt sich der schlichte Gefäßkörper mit hervorragend gravierten Darstellungen der zwölf Apostel.
Frontal großes, graviertes Wappen (steigender Greif). Daumenrast, gegossener Ohrenhenkel mit beschriftetem Schild: “Anna Suren Sandin 1693”.

Besonderheit dieses Objektes sind die hier gravierten Darstellungen der Zwölf Apostel. Von Händel ist auch ein Humpen mit plastischer Reliefdarstellung der Zwölf Apostel bekannt, der sich in Königsberg in der ehem. Tragheimer Kirche befindet. Diese Art von Dekoration mit der Gravur der zwölf Apostel entspricht Objekte des sog. Creussener Steinzeugs. Produziert wurden Stücke seit dem Anfang des 16. Jahrhunderts in Creussen, in der Nähe von Bayreuth. Im 16. und 17. Jahrhundert waren Apostelkrüge – dekoriert mit farbigen Reliefs der Apostel – sehr beliebt. Dieser Humpen stellt ein besonderes Objekt dar wegen der Ausführung im Silber, des Wappens und des Names des Besitzers.

Meister: Johann Andreas, Sohn des Buchführers Peter H., wurde im Jahr 1638 getauft. 1671 wurde er Meister und ist nach 1701 gestorben. Objekte von Peter Andreas Händel, aus der Sammlung Graf Dönhoff-Friedrichstein befinden sich im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.