Löffel, Silber, vergoldet

Objektnummer: 348

MARKEN : Pyr für Augsburg 1670/74 (Lit.s. Dr. H. Seling Nr. 111/4 )
MEISTER : „HB“ ligiert für Balthasar Haydt (Lit.s. Dr. H. Seling
Nr. 1534 )

Länge: 16,3 cm, Gewicht: ca 45gr.

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Detaillierte Informationen

Tiefe, oval – runde Laffe. Gewundener Stiel, nach
oben verbreitend. Auf der Unterseite der Laffe graviertes
Monogramm mit Jahreszahl : 1 7 3 9 .

B I O G R A P H I E : Balthasar Haydt wurde in Seefeld geboren, kath.
Haydt war Goldschmied und Münzwardein. Um 1645 wurde er Meister und
heiratete im gleichen Jahr. Geschaumeister von 1651- 1654 und Mitglied des
Großen Rates. Balthasar Haydt starb 1680.

Der Löffel. Von der Antike bis zum Ende des Mittelalters wurden Löffel zwar ge-
legentlich in Edelmetall ausgeführt, in der Regel jedoch aus Holz geschnitzt. Es
gibt auch prunkvolle Beispiele aus Bergkristall oder Halbedelstein.
Anders als die Gabel, die lange ein Luxus blieb, war der Löffel schon immer ein
ausgesprochener Gebrauchsgegenstand, den man aus hygienischen Gründen gern
aus Gold oder Silber herstellte. Er ist – zusammen mit dem Becher – der am stärks-
ten in allen Schichten verbreitete Silbergegenstand.