Zwei besonders schöne, Silber vergoldete, fein gravierte Hamburger Becher

Objektnummer: #236

Hamburg: “A” für 1673-1688 und “D” für 1688-1698
Meister: Leonhard Rothaer I

Beschauzeichen: Stadtwappen von Hamburg (Scheffler 1965, Nr. 21)
Meisterzeichen: „LR“ über eine Lilienblume in geschweiftem Schild für Leonhard Rothaer I (Scheffler 1965, Nr. 214)

Maße: Höhe: 9 cm, Gewicht: 267 gr. zusammen

Detaillierte Informationen

Zwei Silber vergoldete, fein gravierte Barockbecher

Die vorliegenden Becher sind ein feines Beispiel des Barock in Norddeutschland von einem bedeutenden Meister. Der leicht konische Korpus mit profilierter Lippe ist sehr elegant graviert mit barocken Frucht- und Granatapfelfestons, mit Bändern und Quasten. Unterhalb der Lippe, gravierte geblümte Bordüre auf vergoldetem Hintergrund. Der Becher ist unten auch mit einer vergoldeten Bordüre versehen. Innen vergoldet. Marken am Boden ligiert.

Der Becher “A” 1673-1688 trägt am Boden später angebrachte kyrillische Beschriftung. Siehe Detailfoto.

Zwei vergleichbare Silber, vergoldete Becher von Leonhard Rothaer I sind bei Schliemann, Band III Nr 337 und 338 abgebildet.

Meister

Leonhardt (Lenert) Rothaer I wurde als Sohn des Zacheus geboren und zwischen 1655-1660 lernte et bei Christian Munde und Hans Lambrecht. 1671 wurde er Bürger als Goldschmied und Meister und am 15.11.1688 wurde er Ältermann. Als solcher zeichnet er mit einem D. Leonhardt Rothaer ist 1698 gestorben. Bei Leonhardt Rothaer I lernten viele Lernlinge, darunter sein Sohn Leonhard II.
Mehrere Kunstwerke Leonhardt Rothaers I sind in bedeutenden internationalen Museen und Sammlungen erhalten.

Literatur

Scheffler, W., Goldschmiede Niedersachsens: Daten – Werke – Zeichen, 1. HBd.: Ärzen – Hamburg, Berlin: De Gruyter & Co., 1965.
Schliemann: Die Goldschmiede Hamburg, Vol: 2 Nr 43II, 46, 262.