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Breslau ca 1675 siehe Rosenberg Nr. 1369
Meister Gottfried Vogel, siehe Hintze Nr. 111 sowie Seite 171
Besonderheit der silbernen Schraubflaschen
Die meisten heute erhaltenen Schraubflaschen des 17. Jahrhunderts bestehen aus ZiDetainn, Steingut, Glas mit Silbermontierung, jedoch selten aus reinem Silber. So werden in Carl Hernmarcks „Die Kunst der Europäischen Gold- und Silberschmiede 1450–1830, München 1978“ keine Schraubflaschen als Aufbewahrungsgefäße beschrieben. Nur wenige Sammlungen, zum Beispiel das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg, sind im Besitz silberner Schraubflaschen. Diese haben sich nicht in größerem Umfang erhalten, da sie wohl aufgrund der Sensibilität des Gewindes am Deckel häufig Nutzungserscheinungen zeigten und eingeschmolzen werden mussten. Die bauchigen, reich verzierten Schraubflaschen dienten nicht als Feldflaschen für Getränke, sondern zur Aufbewahrung besonders kostbarer Gewürze wie z. B. Ingwer.