• silber englisches Tablett, London 18. Jhs.

Silber Sechseckiges Englisches Tablett auf drei Huffüßchen

Objektnummer: #405

London, 1756/7
Meister: Richard Rugg

Beschauzeichen: gekrönter Löwenkopf (Jackson 1921: 87)
Meisterzeichen: Initialen „R•R“ in rechteckigen Schild für Richard Rugg (Jackson 1921: 207; Grimwade 1990 Nr. 2420)
Kontrollmarke: Lion passant (Jackson 1921: 87)
Jahreszahl: „A“ für 1756/7 (Jackson 1921: 87)
Gravur: zeitgenössisches Wappen
Dm: 26 cm

Detaillierte Informationen

Silber Sechseckiges Englisches Tablett auf drei Huffüßchen

Das vorliegende Tablett hat eine sechseckige Form und steht auf drei gegossenen Huffüßchen. Der Rand ist profiliert und mit einem Zungenfries geschmückt. Mittig ein eingraviertes Wappen in elaborierter Kartusche/Rocaillen und Blumen Dekor.

Speisen für bedeutende Personen und Gäste wurden mittels einer Anbietplatte serviert. Dieser Präsentierteller war der Vorfahr aller späteren Stücke dieses Genres. Tabletts wie Tazzen wurden in Frankreich für das Zeremoniell des „levée“ verwendet sowie als Accessoire eines Toilettenservices. In England wurden auch solche Gegenstände als Teil des Tafelsilbers benutzt. Man hat solche Tabletts auch für das Überreichen von Briefen verwendet.
Die oft glatte Oberfläche der Tabletts eignete sich für das Anbringen von Gravuren, besonders von Wappen. Die Tabletts wurden während des 18. Jahrhunderts in unterschiedliche Formen – oval, sechs- oder achteckig, usw. hergestellt.

Meister

Richard Rugg war Sohn des Richard Rugg aus Limington und hat eine Lehre bei James Gould seit 1738 mit den Gebühren von 25 Pounds angefangen. Er wurde Meister am September 1746. Seine erste Marke hat er 1754 eingetragen. Er starb zwischen 1795 und 1801.

Literatur

Grimwade, Ar., London Goldsmiths 1697-1837. Their marks and lives from the original registers at Goldsmiths’ Hall and other sources, GB: Faber and Faber, 1990 [Grimwade3]
Hernmarck, Carl, Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450 bis 1830, C.H. Beck Verlag: München, 1978
Jackson, Ch., J., English Goldsmiths and their marks, London: MacMillan and Co. Limited, 1921