• silberne Teekanne „Egoist“, Emmerich 18. Jh.

Kleine, silberne Teekanne Egoist

Objektnummer: #524

Emmerich, ca. 1730
Meister: Johann Wilhelm Büssing

Beschauzeichen: Ein Eimer mit Henkel für Emmerich (Scheffler 1973, Nr. 378c/S. 212)
Meisterzeichen: Monogramm „WB“ für Johann Wilhelm Büssing (Scheffler 1973, Nr. 387)
Wardeinszeichen: ein Zepter allein (Scheffler 1973, Nr. 382a/S. 213)

Maße: Höhe: 9 cm (3,5 in.); Gewicht: ca. 275 g

Detaillierte Informationen

Kleine, silberne Teekanne „Egoist“

Das vorliegende Objekt wurde in der Hansestadt Emmerich am Rhein (Nordrhein-Westfalen) hergestellt in der typischen Form einer Teekanne. Der Korpus der Kanne ist rund, verjüngt sich nach oben und ist mit godronierten, geraden Zügen dekoriert. Der S-förmige Ausguss hat einen Klappdeckel. Der gewölbte und mit Godronen dekorierte Deckel ist geschweift und hat eine konische, gegossene Bekrönung. Der aus Holz gefertigte, ohrenförmige seitliche Henkel ist geschweift.

Im 17. Jahrhundert werden Tee, Kaffee und Kakao fast ausschließlich als Medizin von Ärzten verschrieben und in Apotheken gehandelt. Diese drei, neuen Heißgetränke hatten aber bereits Anfang des 18. Jahrhunderts Europa – durch die europäischen Höfe und das Bürgertum – erobert.

Meister

Johann Wilhelm Büssing wurde 1693 in Wesel als Sohn des Johann und der Agnes Smits geboren. Er heiratete als lutherischer Silberschmied Johanna Susanna Fendt in Emmerich am 03.06.1721. Diese war Tochter des Silberschmiedes Johann Wilhelm Fendt. Er ist 1760 gestorben.

Literatur

Scheffler, W., Goldschmiede Rheinland-Westfalens: Daten – Werke – Zeichen, 1. Halbband (Aachen-Köln), Berlin-New York: De Gruyter, 1973.
Remky, K. & Schäffer, G., Die Ernüchterung des Abendlandes: Kaffee und Tee erobern Europa, Kat. Ausst. 04.12.2010-20.03.2011, Aachen: Couven-Museum, 2010.