Herausragende Fromeriedose, Berlin ca 1760

Bilder

Herausragende Fromeriedose, Berlin ca 1760

Meisterlich auf und eingelegte Darstellungen aus Silber

Innen vergoldet Im Deckel innen eine Jagdszene

Luxuswaren aus Emaille

 Mit weißer Emaille hergestellte Toilettengarnituren und/oder Dosen werden als „Email de Saxe“ bezeichnet. Ihr Hauptmerkmal sind die farbenfrohen Malereien auf der weißen Emailoberfläche. Diese Technik wurde hauptsächlich in Dresden von Dinglinger, in Berlin von der Werkstatt von Fromery und in Augsburg verwendet.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts kamen in Deutschland zunehmend französische Tabakdosen (Tabatières) aus Gold und Emaille oder anderen edlen Materialien in Mode. Diese dienten meist der Aufbewahrung von Schnupftabak, aber auch von Pulver, Pillen und Süßigkeiten.

Der Machtantritt Friedrichs des Großen (1712-86) führte zu einer Beschränkung der Einfuhr solcher „Kisten“ aus Frankreich. Ziel war es, die lokale Produktion solcher Waren zu fördern. Friedrich war ein großer Sammler und Verwender solcher Schnupftabakdosen, ebenso wie Heinrich von Brühl (1700-63), der Leiter der Meissener Porzellanmanufaktur.

Die Herstellung solcher Dosen mit luxuriösen Blumenmotiven wurde zu einer beliebten und gängigen Praxis in der gesamten europäischen Oberschicht. Die Einbeziehung detaillierter Szenen aus der Alten Testament in die vorliegende Dose verleiht ihr ein gewisses Maß an Bedeutung und Faszination, die über einfache dekorative Blumen hinausgeht. Großartige Beispiele vergleichbarer Arbeiten mit ähnlichen Techniken aus dem gleichen Zeitraum finden Sie in der Sammlung des MAK – Österreichisches Museum für angewandte Kunst: https://sammlung.mak.at/sammlung_online?&q=email%20dose .