Silber, glatt belassene, französische Jagdschale

Objektnummer: #361

Clermont Ferrand ca. 1730
Antoine Neyrat II

Jahresbuchstabe: „A“ mit Krone für die Periode um 1730 (s.  Cassan, 1984, S. 45)

Kontrollmarke: „O“ mit Krone (s. Cassan, 1984, S.  45)

Meisterszeichen: „AN“ unten Doppellilie für Antoine Neyrat II (s.  Cassan, 1984, S. 68)

Länge: 12,2 cm (4,8 in.); Gewicht: 108 gr
Am oberen Rand eingraviert: “Pierre Moraud”

Detaillierte Informationen

Silber, glatt belassene, französische Jagdschale

Die vorliegende Schale stellt ein wunderbares, sehr feines und gut erhaltenes Objekt der Jagdkultur dar. Sie hat eine Schiffchenform, mit runden Enden und die Längsseiten in der Mitte eingerollt. Die äußere Wandung ist glatt belassen. Einziger, schlichter Dekor der eingravierte Ring um den Rand der Schale. Die Marken sind sehr deutlich auf der Außenseite punziert. Eine Gravur am oberen Rand des Namens des Besitzers „Pierre Moraud“.

Die Jagschale hat sich im späten 17. Jahrhunderts als Trinkgefäß entwickelt. Seine flache Form mit abgerundeten Enden ist typisch für dieses Objekt. Die Schale mit dieser Form wurde am Gürtel getragen. Sie wurde auf unebenem Grund als Trinkschale verwendet.

Meister

Antoine Neyrat II, geboren um 1697, war von 1722 bis 1745 als Silberschmied tätig. 1738 heiratet seine Tochter Pierre Lebrun, Berater des Königs im Hof von Aydes in Clermont-Ferrand.

Literatur

Claude-Gérard Cassan, Les Orfèvres de L’Auvergne: Auvergne – Bourbonnais – Marche – Velay, De Nobele: 1984.