• Silber englische Milchkanne

George II. Silber Milchgefäß

Objektnummer: 364

London 1734/5
Sarah Holaday

Beschauzeichen: Gekrönter Löwenkopf für London (Jackson 1921: 85)
Kontrollmarke: Lion passant (Jackson 1921: 85)
Meisterzeichen: Monogramm „HS“ zwischen einer Blume und einem Vogel in einem rautenförmigen Schild für Sarah Holaday (Grimwade3 1990, Nr. 2529)
Jahresbuchstabe: „T“ in einem spitz zulaufenden Schild für 1734/5 (Jackson 1921: 85)

Höhe: 9,5 cm; Gewicht: 200 g.

Detaillierte Informationen

George II. Silber Milchgefäß

Die kleine birnenförmige Milchkanne steht auf einem runden, profilierten, gegossenen Sockelfuß und hat einen lebhaft geschweiften Rand mit breitem Ausguss. Der gegossene Henkel ist aus zwei C-Schwüngen zusammengesetzt und mit einem Blatt an der Daumenrast schön dekoriert.

Gefäße für Milch wurden im frühen 18. Jahrhundert als wichtiger Bestandteil des Teezeremoniells und des Teeservices entwickelt. Sehr beliebt waren sie insbesondere während der Ära Georges II. Während des Teetrinkens konnte eine wohlhabende Familie ihren sozialen Stand und ihren Wohlstand deutlich durch kostbare, silberne Accessoires darstellen (s. z.B. das Gemälde „A Family of Three at Tea“, wohl von dem Maler Richard Collins, im Victoria & Albert Museum).

Meister

Sarah Holaday war wohl die Witwe des Silberschmiedes Edward Holaday. Sie hat zwei Marken verwendet. Holaday hat immer Stücke von guter Qualität hergestellt (Grimwade3 1990: 549).

Literatur

Grimwade, Ar., 1990, London Goldsmiths 1697-1837. Their marks and lives from the original registers at Goldsmiths’ Hall and other sources, GB: Faber and Faber [Grimwade3]
Gruber, Al., 1982, Gebrauchssilber des 16. bis 19. Jahrhunderts, Würzburg: Edition Popp
Jackson, Ch. J., 1911, An illustrated History of English Plate, ecclesiastical and secular in which the development of form and decoration in the Silver and Gold Work of the British Isles form the earliest known examples to the latest of the Georgian Period, Bd. II, Plauen i. Vogtl.: C.F. Schulz & Co.
Jackson, Ch., J., 1921, English Goldsmiths and their marks, London: MacMillan and Co. Limited
Schroder, T., 1988, English Domestic Silver, 1500-1900, London: Viking/The National Trust