• englische Teemesslöffel, Silber

Englischer, Silber, ovaler Teemesslöffel (George III), graviert

Objektnummer #

Cocks & Bettridge

Birmingham 1805-6

Stadtzeichen: Anker in spitzigem Schild für Birmingham

Meisterzeichen: “C&B” für Cocks & Bettridge

Jahreszahl: “h” in spitzigem Schild für 1805-6 

Steuerzeichen: Königshaupt

Länge:7 cm (2, 75 in.); Gewicht c. 5,6 gr. (0,2 oz.)

Detaillierte Informationen

Englischer, Silber, ovaler Teemesslöffel (George III), graviert 

Dieser silberne, antike Teemesslöffel aus dem frühen 19. Jahrhundert ist in einem ausgezeichneten Zustand. Er hat eine ovale, hochgezogene Schale und ist mit einer gepunkteten Gravur an den Rändern und in der Mitte mit einem aufwändigeren Muster eingraviert. Der Rand ist zusätzlich mit einem offenen Schnittmuster verziert. Der Stiel ist leicht gebogen und ebenso mit gepunkteter Gravur dekoriert. Auf der Oberseite die Initialen “B”. Der Löffel ist auf der Rückseite (Griff) sehr gut markiert.

Silber Teemesslöffel

Teemesslöffel erscheinen seit Mitte des 18. Jahrhunderts im englischen Silber. Sie stellen aufgrund der Formänderung (insbesondere des Deckels) der Teedosen einen neuen Gegenstand innerhalb der verschiedenen Kategorien von Silberbesteck und Tafelgeräte dar.

Teemesslöffel wie andere Besteckteile wurden oft durch die Initiale des Besitzers personalisiert, um das Objekt im Falle eines Diebstahls leicht finden zu können, aber auch um den Reichtum unter Beweis zu stellen.

Teemesslöffel mussten immer mit Marken versehen werden.

Silber aus Birmingham

Birmingham war zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein schnell expandierendes Handelszentrum. Der Handel mit Stoffen und Leder verlor in dieser Zeit an Bedeutung und wurde durch die Metallbearbeitung ersetzt. Vor allem die Produktion von Spielzeug, Schnallen und Waffen war für die Stadt sehr profitabel; Birmingham erhielt sogar den Spitznamen “das Spielzeuggeschäft Europas”. Der führende Spielzeughersteller in der Stadt um die Mitte des 18. Jahrhunderts war John Taylor. Der Handel mit Metallspielzeug war jedoch bis 1850 rückläufig.

Im Bereich der Silberschmiedekunst in Birmingham dominierte Matthew Boulton in den Jahren 1760-1790. Neben anderen hochwertigen, silbernen kleinen Objekten (z.B. Zahnstocherboxen) gehörten auch die Teemesslöffel dazu.

Meister

Cocks & Bettridge hatten ihre Marken 1796 und 1813 registriert. Beispiele ihrer Arbeit – insbesondere Teemesslöffel – befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, wie beispielsweise in the National Gallery of Victoria, Melbourne und the Victoria & Albert Museum, London.

Literatur

Jones, Kenneth Crisp (Hrsg.), The Silversmiths of Birmingham and their Marks 1750-1980, N.A.G. Press Ltd.: London, 1981.

Norie, John, Caddy spoons: An illustrated guide, London: Murray, 1988.