Nürnberger Renaissance-Deckelhumpen
Nürnberg1609 – 1529
Meister: Christoff Kremer
H 15 cm, Gewicht 308 g.
Silber, vergoldet. Über einem Fußwulst mit graviertem Rankenwerk der fast zylindrische Korpus mit aufgewölbtem Scharnierdeckel. Die glatte Wandung dekoriert mit graviertem Rollwerk und Blüten; der kantige Volutenhenkel mit aufgelegtem Perlstab. Der aufgewölbte Scharnierdeckel mit entsprechendem Dekor und geteilter Daumenrast; der konische Knauf mit vier Volutenspangen und geschnittenem Zierblattkranz. GNM Nr. BZ13, 484), Tremolierstich. Das Zierblattwerk mit MZ IR für Jeremias Rauchwolff (‘Silberblumenmacher’ aus Augsburg, 1614 – 1634, vgl. GNM Nr. 692, 1027 b). H 15 cm, Gewicht 308 g.
Nürnberg, Christoff Kremer, 1614 – 1620.
Jeremias Rauchwolff war der namhafteste Vertreter einer kleinen Zahl sogenannter “Silberblumenmacher”, die die Nürnberger Goldschmiede mit “Plümlein oder Streußlein von Silber” als Appliken für Humpen und Pokale belieferten. Am 3. Februar 1618 beschloss der Nürnberger Rat eine Novellierung der Goldschmiedeordnung, die das Silberblumenmachen zukünftig allein den Goldschmiedemeistern sowie Christoph Waltz und Jeremias Rauchwolff gestattete.
Vgl. einen Akeleipokal Kremers in der Sammlung des Schwedischen Nationalmuseums, abgebildet im Kat. European Silver 1500 – 1850, Mölnlycke 2011, Nr. 124.
Norwegischer Rahmlöffel
Silber; innen vergoldet. Tiefe muschelförmige Laffe; der gebogene Stiel mit reliefierter weiblicher Herme; am verbreiterten Abschluss ein applizierter Putto, eine Kugel haltend. Beriebene punktgravierte Monogramme.