• Silber vergoldeter Rococo Weinbecher, 18. Jh.

Schöner Augsburger Rokoko, Silber vergoldeter Becher mit Weinrebenmotiv

Objektnummer: #245

Augsburg, 1747–49
Johann Martin I Satzger

Beschauzeichen: „Pyr“ mit „H“ unten für Augsburg, Periode 1747–49 (Seling 2007, Nr. 2000)
Meisterzeichen: Monogramm „IMS“ im Oval für Johann Martin I Satzger (Seling 2007, Nr. 2291a)
Provenienz: Sammlung Dr. Helmut Seling, München

Höhe: 8,4 cm; Gewicht: 158 g

Lit. und Abb.: Seling 1980, Bd. I, S. 195 und Bd. II, Abb. 1019.

Detaillierte Informationen

Silber vergoldeter Augsburger Rococo Weinbecher

Dieser elegante, Silber vergoldete Becher ist ein wunderschönes Rokoko Objekt der Augsburger Goldschmiedekunst. Er steht auf einem glatten und geschweiften, eingezogenen Fuß. Darüber erhebt sich der Korpus, dessen Dekor aus gedrehten Zügen und feinen Rokoko-Ornamenten besteht. Getriebene, gedrehte Züge bilden vier Felder worin gravierte Rocaillen mit getriebenen, punzierten und gravierten Weinblättern und Weintrauben – den Rokoko-Ornamenten treu – kombiniert sind. Dieser Dekor ist eine schöne, spielerische Erinnerung, dass der Becher für den Konsum des Weins benutzt wird. Der Lippenrand leicht nach außen profiliert. Die Marken sind auf der unteren Seite des Bodens ligiert.

Meister

Johann Martin Satzger war Silberarbeiter und Sohn des Meisters Philipp Jakob, um 1707 geboren. Er ist 1737 Meister geworden und 1785 starb er. Johann Martin I war zusammen mit seinem Bruder Gottlieb Satzger vor allem für seine Dosen bekannt. Die Beide genießen eine exemplarische Bedeutung für ihre Werke (Seling 1980: Bd. I/186). Siehe von seinem Bruder, ein wundervolles Rokoko Paar Dosen im Angebot bei Helga Matzke.
Objekte von Johann Martin Satzger sind in bedeutenden öffentlichen Sammlungen zu sehen, wie beispielsweise in The Metropolitan Museum of Art, in The Wallace Collection und im Kölnischen Stadtmuseum,

Literatur

Seling, Helmut, Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529-1868, Bd. I-III, München: Beck Verlag, 1980 und 2007.