• silberner Schlüssel, Emden, Clementiner Bruderschaft 19. Jh.

Schlüssel der Clementiner Bruderschaft in Emden, Silber

Objektnummer: #403

Emden c. 1820

Wilkens & van Hoern

Meisterzeichen: Wilkens & van Hooern

Beschauzeichen: Emden für 1820 (s. Rosenberg Nr. 1933)

Lötigkeitsnummer: „13“ im Viereck für 13-lötiges Silber (obligatorisch seit 1820)

Länge: 12,5 cm; Gewicht: 103 g

Detaillierte Informationen

Schlüssel der Clementiner Bruderschaft in Emden, Silber

Der vorliegende Schlüssel hat eine für Emden und die Clementiner Bruderschaft typische Form. Die Reite ist oval und trägt mittig ein rundes Feld. Dieses ist auf der einen Seite mit einem Schiff in den Wellen und die Initialen rechts und links vom Schiff jeweils „S“ und „A“ reich dekoriert, bzw. getrieben. Αuf der Rückseite sind das Datum „1837“ und zwei Wappen je innerhalb einer Halbkugel eingraviert. Der Halm ist massiv und sechskantig gearbeitet. Darauf sind Namen der Clementiner Bruderschaft eingraviert. Zwischen Halm und Reite einebalusterartige Verdickung (Gesenk). Der senkrechte Bart ist an den Halm angelötet und ist durchbrochen. Darauf sind die Marken gepunzt.

Die Clementiner Bruderschaft  

Im Jahre 1481 wurde in Emden eine Stiftung für arme Schiffer und Kaufleute gegründet. Am Tag der Heiligen Drei Könige (6. Januar) des Jahres 1495 hat sie die Feststellung der Statuten (in niederdeutscher Sprache gedruckt) vervollständigt. Bald wurde sie von „die Stiftung der Schiffer-Armen“ nach ihren Schutzherren „die Clementiner Bruderschaft“ genannt. Der Volksmund nannte sie „Botter-Schötel“, weil Butter, aber auch Brot, Grütze und Torf zur Verteilung gelangten.

Eine Bruderschaft ist eine organisierte Gemeinschaft von Männern, die sich untereinander „Brüder“ nennen und gemeinsame Interesse verfolgen. Zentrale Aufgaben der Bruderschaft sind fromme und wohltätige Zwecke zu unternehmen.

Die Clementiner Bruderschaft unterstützte Witwen und Waisen der Schiffer. Der Unterstützungsfonds wurde von den Mitgliedern aufgebracht.

Die Namen auf dem Schlüssel

Auf dem vorliegenden Schlüssel ist eine Reihe von Namen eingraviert. Höchstwahrscheinlich wurde der Schlüssel aus einem bestimmten Anlass an einem Mitglied verliehen.

Folgende Namen sind darauf eingraviert:

  1. W. Westerman Iongerman
  2. W. I. Abegg. Olderman
  3. E. Van Geest. Olderman > possibly Eilerd I Oldermann (1808-1838) oder Eilerd II Oldermann (1814-1842), both from Leer/East Frisia
  4. I. Schuur. AFGaande Schaffer
  5. B. Munniks Hz. Schaffer
  6. B. De Pottere Schaffer

Literatur

Deiter, Heinrich. “Statuten Der Clementiner Brüderschaft Zu Emden Aus Dem Jahre 1698.” Zeitschrift Für Deutsche Mundarten, vol. 6, 1911, pp. 168–171. JSTOR, www.jstor.org/stable/40497445(aufgerufen am 7. Februar 2019).

http://gedbas.genealogy.net