Scharmante Danziger Münzschale/Branntweinschale

Objektnummer : 374

Beschauzeichen: Danzig 1689

Meisterzeichen: Conrad Jakob Keseberg, siehe Rosenberg Nr. 1571

Lemberger Repunzierung von 1806

Durchmesser ohne Henkel 6,8 cm, Gewicht: 56 gr.

Detaillierte Informationen

Silber, teilweise vergoldet. Auf eingezogenem Standring kleine konische Schale mit Volutenhenkeln an gegenüberliegenden Seiten.

Die Wandung mit vier brandenburgischen Dreigroschen Münzen, datiert zwischen 1542 und 1589.

Im Boden eine schwedische Zwei Dukaten-Münze mit dem Porträt Karl XI, datiert 1692

Die Trinkschale

Die älteste Form des Trinkgefäßes, das wahrscheinlich in Analogie zur Form der hohlen Hand bzw. zu vorgefundenen natürlichen Gefäßformen entwickelt wurde. Die Trinkschale diente wohl in erster Linie dem Genuss von Wein oder Branntwein. Man verwendete die Trinkschale für viele Zwecke, u.a. auch als – Aderlassschale oder als Breischale.

Die Trinkschale ist eine Schale mit niedrigem Rand und großer Öffnung, im Grundriss rund oder oval, fußlos oder mit einem Standring und mit einem oder zwei Griffen, die entweder horizontal oder vertikal angebracht sind.

Das Innere und auch der Rand sind ornamental graviert oder mit einer plastischen kunstvoll gestalteten Treibarbeit ausgearbeitet. Silberne Trinkschalen können bereits für die römische Kaiserzeit nachgewiesen werden.

Als volkstümliche Gefäßform war die niedrige Schale vor allem im Norden und Osten Europas verbreitet: als Bratina und Kowsch in Russland, als  Kasa in Skandinavien, und als Branntwein, oder Probierschale im übrigen Europa.