Qualitätvolle Tischglocke,Breslau, Silber

Objektnummer  404

BZ Breslau mit Stempelmeisterbuchstabe D für 1737 – 45,

MZ George Kahlert d. J. um 1737  (1732 – 72, Hintze Nr. 16, 33,148),

Tremolierstich. H 9 cm, Gewicht 89 g.

Detaillierte Informationen

Silber, getrieben und gegossen. Gerade Züge; der Stiel profiliert.

Kulturgeschichte der Glocke
Die Glocke hat eine jahrhundertelange Kulturgeschichte und ist nicht nur eine Schöpfung christlicher Kultur des Westens. Glocke bezeichnet man jenes Klanginstrument – meist ein kelchförmiges Gefäß, welches nach unten offen ist und im Inneren, durch einen Klöppel, der schwingt, zu klingelnden Tönen gebracht wird. Sie wurden oft in kultischen und religiösen Handlungen vieler Religionen einbezogen.
Im weltlichen Bereich wurden Glocken vielfach als Signalinstrumente benutzt. Seit dem Mittelalter kennt man die Glocken als Aufruf zum Steuerzahlen; die Bierglocke als Signal der Öffnung der Schänken; die Sturmglocke als Alarm bei einem Unwetter oder sonstiger gefährlichen Situation.

Tischglocken aus Silber
Kleine Glocken dienten unter anderem den Monarchen, den Politikern im Parlament sowie den Richtern im Gerichtsaal. Sie wurden auch allmählich Teil des Tafelgeschirrs als sog. Tischglocken. Als dieser haben sie sich insbesondere seit der Renaissance verbreitet. Am Anfang waren Tischglocken eher in Höfen gebraucht. Der Bedarf an silbernen Tischglocken stieg seit dem 17. und vor allem dem 18. Jahrhundert.