Paar Salzgefässe, Silber von herausragender Qualität für Prinzessin Friederike Dorothea Wilhelmine von Baden und von 1797 bis 1809 Königin von Schweden

Objektnummer  304

Bz: Augsburg 1795-97, Seling Nr.279

Mz: Christian  II Drentwett

siehe Dr. Seling Nr. 2427

Länge. 9 cm, 421,3 g; Länge 3½ Zoll, 13 Unzen 10 dwt

Detaillierte Informationen

Ovale Gefässe, jeweils auf vier Spiralfüßen ruhend, eine der Seiten mit dem aufgesetzten Monogramm FHB unter P mit Fürstenkrone  versehen. Silber, gegossen, schwere, königliche Qualität.

Monogramm für:

Prinzessin Friederike Dorothea Wilhelmine von Baden (* 12. März 1781 in Karlsruhe; † 25. September 1826 in Lausanne) war als Frau des schwedischen Königs Gustav IV von 1797 bis 1809 Königin von Scheden.

Friederike war die Tochter des Erbprinzen Karl Ludwig von Baden und der Amalie von Hessen Darmstadt. Sie war eine jüngere Schwester der Königin Karoline von Bayern sowie der russischen Zarin Elisabeth Alexejewna. Ihr Vater, der Erbprinz von Baden und Sohn des Markgrafen Karl Friedrich kam 1801 bei einem Unfall in Schweden ums Leben, als er nach dem Besuch seiner Tochter auf der Heimreise war.

1797 heiratete sie in Stockholm  König Gustav IV. Adolf und wurde somit Königin. Zusammen mit ihrem Mann wurde sie 1809 gestürzt. Die Familie lebte fortan in Baden. Da ihr Mann allerdings nicht dort bleiben wollte, ließ sich das Paar 1812 scheiden.

Salz und Salzgefäße aus Silber
Dank der überragenden Bedeutung des Salzes für die Ernährung und die Konservierung von Nahrungsmitteln wurde eine „Salzkultur“ seit dem Mittelalter entwickelt. Salzgefäße waren sehr oft aus Silber angefertigt. Bei dem Tafelsilber Ensemble hatte das Salz eine besondere zeremonielle Bedeutung. Die großen Salzgefäße verwand man am Tisch zur Verteilung in kleinere Gefäße, welche für die Mahlgäste vorgesehen waren.
Aus dem Lesen des Neuen Testaments kann man schon die Bedeutung des Salzes verstehen, wenn Jesus zu den Aposteln sagt: „Ihr seid das Salz der Erde“(Matth. 5,13). Auch wenn Salz das Gewürz par excellence seit jeher war, wurde es im Mittelalter und Renaissance wiederholt besteuert. Dies war häufig der Grund, die Bevölkerung in Aufruhr zu versetzen.
Insbesondere in Deutschland entwickelten sich unterschiedliche Sitten und Gebräuche um das Salz. Salz reichte man Neuvermählten, man empfing mit Salz und Brot den Erstgeborenen nach der Taufe und als Willkommensgruß überreichte man Salz und Brot dem Besucher.

Bei Seling Nr 793 wird ein Paar nahezu baugleicher Salzgefässe abgebildet

Christian II Drentwett

Geboren 1729, Meister: 1754, Geschaumeister: 1787-96, gestorben 1801