• Breslauer Silberlöffel, 18. Jhs.

Breslauer Barocksilberlöffel, teilweise vergoldet

Objektnummer #306

Breslau, ca. 1700

Mattheus Jachmann d. J.

Beschauzeichen: Johanneskopf in einem Schild für Breslau, Typus II., 1685-1709, (s. Hintze 1906, T. II, Nr. 9).

Meisterzeichen: Monogramm „MI“ in einem Schild für Mattheus Jachmann der Jüngere (s. Hintze 1906, T. IV, Nr. 116).

Länge: 18,5 cm; Gewicht: ca. 55 g.

Detaillierte Informationen

Breslauer Barocksilberlöffel, teilweise vergoldet

Der Löffel hat eine tiefe Laffe und einen kantigen, abgeflachten Stiel, dessen gegossene Endung als ein schöner Cherubkopf gestalten ist. Zwischen der Laffe und dem Stiel gibt es ein gegossener Ansatz mit Beschlagwerk und kleinem Köpfchen. Die Marken sind auf der Rückseite der Laffe ligiert. Vergoldete Stellen sind immer noch sichtbar auf dem Beschlagwerk mit Cherubkopf und dem Stielknauf.

Für diesen früheren Löffeltypus, der noch ins 18. Jahrhundert hinein produziert wurde, s. Gündel, 1942, T. 66 und Germanisches Nationalmuseum, 1990, Kat.-Nr. 67 und 68.

Für einen ähnlichen, aus der gleichen Zeit, Breslauer Löffel aus unseren Sammlungen s. hier.

Meister

Mattheus Jachmann der Jüngere, Goldschmiede, ist in Breslau geboren. Sohn des Goldschmieds Hans Jachman d. ä. Gegen Ende 1690 wurde er Bürger und Meister. 1691 heiratete er Magdalena, geb. Derb. Jachmann starb am 12. Juli 1726. Hintze erwähnt einige Werke vom Jachmann in öffentlichen, kirchlichen und Privatsammlungen (Hintze 1906, S. 91-2).

Literatur

Gündel, Christian, Die Goldschmiedekunst in Breslau, Berlin: Steiniger, 1942.

Hintze, Erwin, Die Breslauer Goldschmiede: Eine archivalische Studie, hrsg. vom Verein für das Museum Schlesischer Altertümer, Breslau: Kommissionsverlag von Karl W. Hiersemann in Leipzig, 1906.

Germanisches Nationalmuseum/Pechstein, Klaus, Effmert, Viola (eds.), Schlesische Goldschmiedearbeiten im Germanischen Nationalmuseum, Nurnberg: Germanisches Nationalmuseum, 1990.