• Englische Silber Teekanne

Frühe englische, silberne Teekanne

Objektnummer: #901

London 1722/3
Meister: William Fleming

Beschauzeichen: Gestalt der Britannia für London (Jackson 1921: 84)
Meisterzeichen: Initialen „FL“ unten Krone in einem geschweiften Schild für William Fleming (Grimwade 1990, Nr. 694)
Kontrollmarke: Löwenkopf im Profil der Britannia Standard Periode (Jackson 1921: 85)
Jahreszahl: „G“ im Schild für 1722/3 (Jackson 1921: 85)

Maße: Höhe: 15,2 cm (5,9 in.)

Detaillierte Informationen

Frühe englische, silberne Teekanne

Frühe englische Teekanne in Birnenform aus der Britannia Standard Periode (95,84 % Silberinhalt). Die Wandung ist glatt und der aufklappbare Deckel ist lang und gewölbt. Der Deckel ist über ein Scharnier mit dem Korpus verbunden und dekoriert mit einem gegossenen Knauf in Form eines Balls. Der kurze Ausguss ist leicht S-förmig und der angebrachte Holzhenkel ohrenförmig.

Tee kam aus Japan und China als ein kultureller Einfluss der kommerziellen Beziehung der East Indian Companies (UK, Niederlande) mit dem Fernen Osten. Die Formentwicklung der Kanne für den Tee als Heißgetränk hat seine eigene Trajektorie. England spielte eine entscheidende Rolle, da dort viel Tee konsumiert wurde. Bereits seit Anfang des 18. Jahrhunderts sind Teekannen außerdem Teil der Haushalte in England. Die Birnenform der glatten Teekanne entspricht einer stilistischen Entwicklung des frühes 18. Jahrhunderts.

Meister

William Fleming war Sohn von John Fleming, Bürger und Kurzwarenhändler in London. Er lernte seit 1688 bei Nathaniel Lock und wurde 1695 Meister. Die frühesten Objekte von William Fleming stammen aus der Zeit 1697. Er hat viele sehr gut ausgeführte kleinere Stücke hergestellt, wie Milchkännchen, Streuer, Miniaturporringers, etc. (s. Grimwade 1990: 510).

Literatur

Grimwade, Ar., London Goldsmiths 1697-1837. Their marks and lives from the original registers at Goldsmiths’ Hall and other sources, GB: Faber and Faber, 1990
Hernmarck, Carl, Die Kunst der europäischen Gold- und Silberschmiede von 1450 bis 1830, C.H. Beck Verlag: München, 1978
Jackson, Ch., J., English Goldsmiths and their marks, London: MacMillan and Co. Limited, 1921